Hoch hinaus oder auf dem Boden geblieben

Hoch hinaus oder auf dem Boden geblieben

Hoch hinaus oder auf dem Boden geblieben

Da wir wegen des Besuchs der SBB-Unterhaltsanlage bereits in Winterthur waren, verbrachte die Unterstufe den Nachmittag dieses Exkursionstages bei ihrer Lehrerin Daniela auf dem elterlichen Bauernhof in Feldi. Hier konnten die Kinder nach dem strengen Morgen Zmittag essen und ausgedehnt spielen. Wertvolle Momente auch für das Miteinander der Klasse!

Die Mittelstufe hingegen erwartete noch eine Herausforderung! Wir versuchten uns am Seilpark Winterthur, einem Schülerprojekt unserer Partnerschule SalZH.
Nun … entweder schaffte man es und hatte überhaupt keine Angst so hoch oben oder man schaffte es nicht, weil es eben schon unglaublich hoch war. Schade, gab es keine Zwischenform an Höhe oder andere Möglichkeiten für die Kinder (und Lehrerin!), die Höhenangst haben.

Zug um Zug

Zug um Zug

Zug um Zug

Wer hat schon das Privileg, einmal einen eigenen Zug für sich zu haben und erst noch einen Lokführer aus den eigenen Reihen? Die Tandemschüler! Ein ganztägiger Ausflug führte uns zum Bahnhof Oberwinterthur, wo die Schüler mit einem eigenen Zug abgeholt und zu der Unterhaltsanlage Hegmatten gefahren wurden. Hier erhielten wir in den kommenden zwei Stunden einen unglaublich reichhaltigen Einblick in die weiträumige Anlage, wo Züge der SBB und die Thurbo-Züge gewartet und gereinigt werden.
Weil es viel zu viel Text ergäbe, wenn wir hier alles Gesehene und Gelernte aufschreiben würden, zeigen wir Euch hier eine Methode, wie wir Erlebtes oder Schulstoff manchmal festhalten, nämlich mit einer ABC-Liste. Die Schüler könnten zu jedem Stichwort einiges erzählen und man sieht daran, welchen Themen wir begegnet sind! Es war auf jeden Fall eindrücklich, einmal hinter die Zug- Kulissen zu schauen! Besonders spannend fanden die Schüler die Minikläranlage im Zug, welche das von Bakterien gereinigte «Flüssige» noch stark erhitzt und danach direkt auf die Gleise lässt. Das «Feste» hingegen wird abgesaugt …☺

Gangster im Schulhaus

Gangster im Schulhaus

Gangster im Schulhaus

Nein, wir üben kein Theaterstück oder werden gerade überfallen – sondern es ist unsere Mittelstufe, welche hier ihre in TTG genähten Pullover präsentiert! Warum die Kapuze über dem Kopf? Ganz einfach: So dürfen alle im Internet abgebildet werden, da man keine Gesichter erkennt … ☺
Sieht schon etwas düster aus, nicht? Aber die Pullis wurden grad rechtzeitig zum kühlen Herbstbeginn fertig! Danke, liebe Maria!
Wasserprojekt2
Ein bisschen Paraguay im Schulhaus

Ein bisschen Paraguay im Schulhaus

Ein bisschen Paraguay im Schulhaus

Ein Riesenstück Land, eine Schule mit drei Sprachen, eigene Hühner, vier Hunde mit Welpen, einen Brunnen mit einer Bohrtiefe von 280 Metern und ein Haus, das erst gebaut werden muss: All das besitzt eine ehemalige Tandem-Familie in Paraguay. Im vergangenen Januar sind sie mit ihren vier Kindern ausgewandert, um eine gänzlich neue Existenz aufzubauen.

Nach acht Monaten wollten wir nun wissen, wie es ihnen denn im entfernten Land so geht, und arrangierten einen Zoom-Termin, nachdem die Mittelstüfler ihnen im Vorfeld viele Briefe mit Fragen geschickt hatten. Wegen der Zeitverschiebung war es gar nicht so einfach und ihre Kinder «schwänzten» extra die Schule für uns! Wie schön, die bekannten Gesichter zu sehen und von ihren Erlebnissen in der Schule und auf ihrem erworbenen Landstück zu hören! In der Deutschen Schule lernen sie neben Spanisch auch noch Guaraní, die Ur-Sprache des Landes. Ein eigenes Haus müssen sie erst noch bauen, zurzeit wohnen sie in einer Holzhütte auf dem Landstück, um die Bauarbeiten besser überwachen zu können. Es ist meistens sehr warm, die Jahreszeiten sind natürlich «verkehrt» zu uns, es fliegen grüne Aras herum und die Kinder entdeckten schon eine tote Tarantel, aber sonst noch keine gefährlichen Tiere. Bei Stromausfall funktioniert die Wasserpumpe nicht und die Schule beginnt um 7 Uhr morgens! All dies und natürlich noch viel mehr erfuhren wir bei unserem gemeinsamen Zoom-Meeting!

Danke herzlich für den schönen Einblick in eure neue Welt, Familie Hepp!

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Sauber, sauberer, am saubersten

Sauber, sauberer, am saubersten

Sauber, sauberer, am saubersten

Der Besuch unserer Mittelstufe in der Kläranlage Hallau stinkte uns überhaupt nicht, denn er war äusserst spannend!

Vom Pumpwerk über den Rechen, das Vorklärbecken, Belüftungsbecken bis hin zum Faulturm und Filter erklärte uns Herr Manser, einer der drei ARA-Mitarbeiter unglaublich viel Interessantes! Die ARA Hallau reinigt das Abwasser von 14’800 Personen aus acht Klettgaugemeinden. Innerhalb von 40 Stunden durchläuft das Wasser die verschiedenen Reinigungsstationen (mechanisch, biologisch, chemisch) und wird dann wieder in den Halbach abgeleitet. Besonders eindrücklich war die braune Schlammmasse in den beiden Belüftungsbecken, dem Herzstück der Anlage. Hier ernähren sich Milliarden von Bakterien von den organischen Nährstoffen und reinigen so das Wasser. Da sie sich ständig unglaublich stark vermehren, wird ein Teil des Schlamms in den Faulraum geführt, wo sich Gas bildet. Mit diesem Gas kann 40 % des eigenen Strom- und Wärmebedarfs gedeckt werden.

Wir durften gereinigten Sand und Schlamm beschnuppern, wanderten durch den leitungsreichen Untergrund und betrachteten die elektronische Steuerung der ganzen Anlage, stiegen auf den Turm und guckten in die Tiefen der Stapelräume. Wir wissen nun auch, was Pikettdienst ist oder dass es immer mal wieder auch tote Ratten anschwemmt, die bei starken Regengüssen in der Kanalisation ertrinken. Danke Herr Manser für die sehr sympathische und informative Führung!

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Wasserprojekt
Der Bachflohkrebs und seine Mitbewohner

Der Bachflohkrebs und seine Mitbewohner

Der Bachflohkrebs und seine Mitbewohner

2. September 2022

Bei strahlendstem Sonnenschein verbrachte die ganze Schule einen Tag am Halbbach in Hallau. Die Organisation «Aqua Viva» bot einen Tag zum Thema «Wassertiere» an und der Naturpark unterstützte uns finanziell grosszügig dabei.
Nachdem wir Bilder von natürlichen und kanalisierten Bächen betrachtet und realisiert hatten, dass man dem Wasser nicht ansieht, was drin ist, ging es dann an den eigentlichen Forschungsauftrag: Mit Kescher, Pinsel, Lupenbechern durchforsteten die Kinder gruppenweise den Bach und fingen Kleinstlebewesen ein. Welch ein Staunen über all das, was in diesem Wasser zu finden war! Fliegenlarven, Libellenlarven, massenhaft Wasserasseln, vor allem aber der Bachflohkrebs faszinierten unheimlich. Mithilfe eines Bestimmungsschlüssels konnten die Kinder die Tiere zu benennen versuchen, was gar nicht immer so einfach war. Die vorhandenen Tiere sind ein Gradmesser über den Zustand des Baches, unsere Leiterin war jedoch auch etwas überrascht, dass die Zuordnung nicht ganz so einfach war. Vor allem das Vorhandensein des Bachflohkrebses ist ein guter Anzeiger über den Zustand der Gewässer. So fingen wir 20 Bachflohkrebse ein, welche einem Forschungsprojekt übergeben wurden.
Nach dem wohlverdienten Picknick und ausführlichem Spiel im und ums Wasser wurden dann am Nachmittag noch die Themen Nahrungskette und Wasserverschmutzung durch Mikroorganismen thematisiert, durch Spiele und konkrete Aktivitäten. In nur 3 Minuten fanden die Schüler zum Beispiel einiges an Abfall in den Wiesen und Gebüsch rund um den Bach, sogar ein Paar alte Socken!
Es war auf jeden Fall ein sehr abwechslungsreicher und lehrreicher Tag und wir wissen nun, dass im Wasser viel mehr vorhanden ist als wir sehen können!

Wasserprojekt2