Die gallische Mauer, die niemand durchbrechen kann (Cäsar)

Die gallische Mauer, die niemand durchbrechen kann (Cäsar)

Die gallische Mauer, die niemand durchbrechen kann (Cäsar)

Auf einer Exkursion der Mittelstufe zu unserem aktuellen Thema «Kelten» staunten wir nicht schlecht: Nur 15 Minuten Autofahrt von uns entfernt, wenig über der deutschen Grenze, sieht man heute noch die eindrücklichen Überreste eines ursprünglich 750 m langen Keltenwalls. Schon Cäsar soll diese Keltenwälle als unüberwindbar beschrieben haben! «Unser» Keltenwall befindet sich hinter dem heutigen Dorf Altenburg, wo sich von ca. 150-15 v. Chr. ein keltisches Oppidum (Siedlung) befunden hatte und zwar eines der grössten in Süddeutschland. Luftaufnahmen zeugen davon, dass noch heute immense Metallfunde im Boden liegen und vom Leben damals berichten könnten.
Auf unserer Exkursion mit Frau Baumgart, einer Exkursionsleitenden des Naturparks, lernten wir viel Spannendes über dieses Volk. Die besondere Lage in der Rheinschleife mit ihren steilen Abhängen ermöglichte ein sicheres Wohnen. Da die Händler wegen des Rheinfalls ihre Waren ausladen mussten, entstand hier ein grosser Marktplatz. Der Rheinfall könnte zusammen mit der Rheininsel bei Rheinau auch als magischer Ort gegolten haben. Die Kelten glaubten an einen fliessenden Übergang zwischen Diesseits und Jenseits. Wasserfälle, so wird vermutet, könnten als Tor zur Anderswelt (wie damals das Jenseits bezeichnet wurde) verehrt worden sein.
Wir erwischten einen wunderschönen Frühlingstag und am liebsten wären die Schüler natürlich länger dort geblieben, um selber Kelten zu spielen.

Ganz neue Lernerfahrungen

Ganz neue Lernerfahrungen

Ganz neue Lernerfahrungen

Aktuell unterrichten wir so viel wie möglich draussen, um das Tragen der Maske ein wenig reduzieren zu können. Unsere fleissigen Eltern haben Blachen-Dächer gebaut, ein Festzelt aufgestellt, die Scheune geputzt, Festbänke geliefert, Heizpilze organisiert und beliefern unsere Schüler in jeder Pause mit warmer Suppe und Tee.

Ganz neue Lernerfahrungen sind auf diese Weise möglich!

Unsere sehr kreative BGT-Lehrerin hat sich entschieden, im Januar mit Weidenruten zu arbeiten, damit die Kinder schön in Bewegung bleiben. So entstehen wunderbare Gebilde, die jede Woche etwas mehr Gestalt annehmen. Die Unterstüfler bauen zur Zeit ihre Januarprojekt-Tiere aus Weiden.

Am schlimmsten war das Handy der Lehrerin

Am schlimmsten war das Handy der Lehrerin

Am schlimmsten war das Handy der Lehrerin

Am 22. November besuchten die Mittelstufe das Interkantonale Labor in Schaffhausen im Zusammenhang mit unserem NMG- Thema „Bakterien“.
Eine Woche zuvor hatten wir im Schulunterricht Abklatsch- Proben von verschiedenen Dingen genommen, z.B. von der WC- Spülung, dem Griff unserer Mikrowelle, einer Stuhl- Sitzfläche, Kreide, einer gebrauchten Maske von innen, einer Schuhsohle, einem Geldstück…
Insgesamt 20 Proben hatten wir dem Labor überbracht, 10 behielten wir als Kopie im Schulzimmer. Im Labor verbrachten die Proben 4 Tage intubiert bei 30 Grad. Was uns neben allem anderen, das wir im Labor lernten, am meisten interessierte, war natürlich, auf welche Sachen in unserem Schulhaus am meisten Bakterien nachgewiesen würden. Zuerst allerdings lernten wir, dass Bakterien, um sich zu vermehren einen Nährboden brauchen, Luft (nicht alle), Feuchtigkeit und Wärme. Aber nicht alle vermehren sich bei jeder Temperatur gleich gut. Das sah man dann an den Unterschieden zwischen den Schulzimmer- Proben und denen, die bei 30 Grad eingelagert waren.
Auch lernten wir erneut, dass der Grossteil der Bakterien nicht schädlich ist und es nicht schlimm ist, wenn auf der WC- Spülung Darmbakterien nachgewiesen werden. 
Die Unterstufe hatte im Schulzimmer übrigens mit dem Toastbrot- Experiment nachgewiesen, dass Händewaschen mit Seife effektiver ist als Desinfizieren. Deshalb: Eine normale Hygiene genügt, um uns vor Bakterien zu schützen!
Wir erfuhren von der Arbeit des Lebensmittelinspektors und den Aufgaben des Labors (sie kontrollieren die Gewässer im Kanton Schaffhausen, Leitungswasser, Brunnen, Badis, Einkaufsläden, Restaurants, Gelaterias…), erhielten nochmals einen Theorie- Block über Bakterien und durften im Mikroskop Hefezellen betrachten und im angrenzenden Raum erfahren, dass jeder einzelne Gegenstand aus dem Labor, bevor er in den Abfall entsorgt wird, eine Stunde lang bei über 130 Grad erhitzt wird.
Ja und die Resultate unserer Proben? Wie erwartet: Das Geld war stark schmutzig. Auch den Ring des Trinkbechers konnte man gut erkennen. Und iiiiih- der Türgriff unserer meistbenutzten Tür im Schulhaus, oder der Griff der Mikrowellentür!!! Aber der absolute „Gewinner“: Das Handy der Lehrerin!!!!
Biodiversität

Biodiversität

Biodiversität

  1. Oktober 2021

 Biodiversität ist ein Thema, das zurzeit in vieler Munde und Medien zu finden ist. Auch wir wollten dafür etwas tun. Nachdem alle Schüler anfangs Schuljahr den Klettgauerhof besichtigt hatten, auf welchem Regula Gysel- Stoll seit zehn Jahren ein Paradies für Pflanzen und Kleintiere geschaffen hat (u.a. Ringelnattern, Schleiereulen…), analysierten die Mittelstüfler unseren eigenen Schulgarten und machten unserem Vermieter Vorschläge, wo wir noch Optimierungen vornehmen könnten.

Am letzten Schulnachmittag vor den Herbstferien war es dann so weit: Bei strahlendstem Herbstwetter entstanden Gruppen und mit viel Muskelkraft und Ausdauer die ersten Projekte: Zwei Bienenhotels, ein Blumen- und Kräuterbeet mit bienenfreundlichen Pflanzen, zwei Ast- und zwei Steinhaufen und Eisentorflügel mit Kletterpflanzen, eine Vogeltränke. Es war eine wahre Freude, dem Gewusel in unserem Schulgarten zuzuschauen und zu beobachten, mit wie viel Spass die Schüler schleppten, stachen, pflanzten, massen, sägten, schichteten, stopften. Für das Füllen der Bienenhotels verwendeten wir hauptsächlich Strangfalzziegel (auch Biberschwanzziegel genannt), welche uns die Firma Schlatter und Zollinger Dachdecker aus Hallau grosszügigerweise geschenkt hatte. Die Löcher in diesen Ziegeln haben den idealen Durchmesser für einige Wildbienenarten.

Jetzt sind wir gespannt, was dann nach der Winterruhe ab nächstem Frühling alles für Leben einkehrt und freuen uns auf neue kleine MitbewohnerInnen!

Tagesausflug zum Wiler Altikon Herten

Tagesausflug zum Wiler Altikon Herten

Tagesausflug zum Wiler Altikon Herten

3.September 2021
Bei herrlichstem Spätsommerwetter bestiegen 27 Kinder und 4 Lehrerinnen in Beringen den Zug. Mit Umsteigen in Schaffhausen, Winterthur und Attikon- Rickenbach erreichten wir den Wiler Altikon Herten. Hier folgte eine kleine Wanderung übers Feld zum Wiler «Feldi». Was in aller Welt wollten wir dort? Hier befindet sich der Elternhof unserer Unterstufenlehrerin, ein Paradies für Tiere und Kinder. Mit vielen Spielgeräten, dem Besichtigen der Kleintiere oder eigenen Ideen vertrieben sich die Schüler bis zum Mittagessen die Zeit auf dem grossen Gelände

Nach dem gemeinsamen Grillen gings an die naheliegende Thur. Hier kamen alle auf ihre Rechnung: Schwimmen, stauen, Sandburgen bauen, mit Wasser experimentieren, Steinmannlis errichten, die Gegend barfuss erkunden, chillen… Gross und klein vergnügten sich friedlich miteinander- die Zeit war viel zu kurz, das Sandstrandufer hätte noch viele Ideen erzeugen können! Ein toller Tag, der die sich noch neu formierende Gemeinschaft stärkte.

Übrigens dient der Hof unserer ICB- Partnerschule SalZH als wöchentlicher Schulort für jeweils eine Klasse!

Projektnachmittag Klettgauerhof

Projektnachmittag Klettgauerhof

Projektnachmittag Klettgauerhof

  1. August 2021

    Bereits in der ersten Woche unternahm die Mittelstufe am Projektnachmittag einen kleinen Velo- Ausflug, der uns auf den Klettgauerhof brachte. Hier führte uns Regula Gysel ins Thema Biodiversität ein und erklärte an zwei unterschiedlichen Blumensträussen die Begriffe «Artenvielfalt» (Blumenstrauss aus lauter verschiedenen Blumenarten) und «genetische Vielfalt» (Blumenstrauss aus lauter verschiedenen Rosenarten). Zur Biodiversität gehört auch die Vielfalt der Lebensräume. Nach der Einführung betraten wir ihren Garten- ein Paradies für Tiere: Wildbienenhotels, Totholzhaufen, Asthaufen, Weidenzäune, Rebstockzäune, ein Teich, Vogel- und Insektentränken, unzählige Blumen- und Kräuterarten, Tontöpfe, Ruderalfächen, Büsche, Bäume, vertrocknete Stängel…und alles wunderschön angeordnet und gestaltet. Es kreuchte und fleuchte bei herrlichstem Sonnenschein und die Schüler mussten die Lebensräume verschiedener Tierarten suchen. Ringelnatter, Schleiereulen, Fledermäuse, Wespenspinnen, Igel, Dachs, unzählige Wildbienen- und Vogelartenarten und vieles, vieles mehr hält sich in diesem Garten auf, wo kein Gift gespritzt und nachts kein Licht zu finden ist.

Inspiriert mit Ideen für die eigene Umsetzung pedalten wir nach feinem Most und Guetsli wieder nach Hallau zurück.

Unsere Schule ist seit diesem Schuljahr Mitglied des Naturparks Schaffhausen, welcher solche Aktivitäten auch finanziell unterstützt. Herzlichen Dank dafür!