Tandemschule

Ein bisschen Paraguay im Schulhaus

Ein Riesenstück Land, eine Schule mit drei Sprachen, eigene Hühner, vier Hunde mit Welpen, einen Brunnen mit einer Bohrtiefe von 280 Metern und ein Haus, das erst gebaut werden muss: All das besitzt eine ehemalige Tandem-Familie in Paraguay. Im vergangenen Januar sind sie mit ihren vier Kindern ausgewandert, um eine gänzlich neue Existenz aufzubauen.

Nach acht Monaten wollten wir nun wissen, wie es ihnen denn im entfernten Land so geht, und arrangierten einen Zoom-Termin, nachdem die Mittelstüfler ihnen im Vorfeld viele Briefe mit Fragen geschickt hatten. Wegen der Zeitverschiebung war es gar nicht so einfach und ihre Kinder «schwänzten» extra die Schule für uns! Wie schön, die bekannten Gesichter zu sehen und von ihren Erlebnissen in der Schule und auf ihrem erworbenen Landstück zu hören! In der Deutschen Schule lernen sie neben Spanisch auch noch Guaraní, die Ur-Sprache des Landes. Ein eigenes Haus müssen sie erst noch bauen, zurzeit wohnen sie in einer Holzhütte auf dem Landstück, um die Bauarbeiten besser überwachen zu können. Es ist meistens sehr warm, die Jahreszeiten sind natürlich «verkehrt» zu uns, es fliegen grüne Aras herum und die Kinder entdeckten schon eine tote Tarantel, aber sonst noch keine gefährlichen Tiere. Bei Stromausfall funktioniert die Wasserpumpe nicht und die Schule beginnt um 7 Uhr morgens! All dies und natürlich noch viel mehr erfuhren wir bei unserem gemeinsamen Zoom-Meeting!

Danke herzlich für den schönen Einblick in eure neue Welt, Familie Hepp!

Wasserprojekt2