Häufige Fragen (FAQ)
Häufige Fragen (FAQ)
Fragen, die uns immer wieder erreichen, möchten wir hier gerne vorab beantworten.
Mein Kind braucht besondere Unterstützung oder hat einen Sonderschulstatus. Kann es an die Tandemschule kommen?
Die Tandemschule ist keine integrative Schule. Wir sind jedoch bereit, auch Kinder mit besonderer Unterstützung aufzunehmen, sofern wir Kapazität haben und die Finanzierung der Unterstützung durch den Kanton gewährleistet wird.
Wird mein Kind nicht von den Herausforderungen der Gesellschaft ferngehalten und lebt in einem behüteten Ghetto?
Diese Befürchtung wird oft geäussert. Wir können diese nicht unterstützen. Wir sehen die Tandemschule als einen Ort, wo Kinder in einer wohlwollenden und druckfreien Atmosphäre fürs Leben und die Gesellschaft trainieren und persönlich reifen können. Wir leben eine positive Fehlerkultur und thematisieren das soziale Miteinander regelmässig. Im regelmässigen Kontakt mit verschiedenen Erwachsenen lernen die Kinder ausserdem den Respekt und befolgen die natürlichen Hierarchien. Wir glauben, dass Kinder mit tiefen Wurzeln später umso besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen können.
Können die Kinder ohne Erfahrung mit Prüfungen und Noten nach der Tandemschule an die öffentliche Schule wechseln?
Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass dies bei keinem Kind jemals ein Problem war. Die Kinder lernen bei uns, selbstständig und verantwortungsvoll zu lernen. Der oft angesprochene Übertritt in die Oberstufe der öffentlichen Schule ist auch für 6. Klässer der öffentlichen Schule ein grosser Schritt und oft mit grossen Wechseln verbunden. Eine Angewöhnungszeit brauchen auch diese, und unsere ehemaligen Tandemschüler hatten diesbezüglich keine nennenswerten Probleme. In der 6. Klasse werden sie von uns auf diesen Wechsel vorbereitet.
Auch ein Übertritt vor Abschluss der Primarschule ist problemlos möglich, da wir dem kantonalen Lehrplan verpflichtet sind.
Können wir unser Kind sofort in die Tandemschule schicken?
Wir nehmen neue Kinder grundsätzlich nur bei Semesterbeginn auf (nach den Sommer- und Sportferien). Ausnahmen sind der Wohnortwechsel einer Familie, welche ihr Kind am neuen Ort in unsere Schule schicken möchte.
Wie gross ist der zeitliche Aufwand für die Eltern?
Wir unterscheiden zwischen der Lernbegleitung und den Elterneinsätzen. Die Eltern übernehmen die Verantwortung, mit den Kindern gewisse Lernziele zuhause zu erlernen. Der Aufwand dafür ist je nach Kind sehr unterschiedlich. Die meisten Eltern setzen einen Grossteil des Mittwochmorgens dafür ein und an den anderen Nachmittagen je nachdem noch gewisse Sequenzen. Es muss mit vielleicht 3-5 h wöchentlich gerechnet werden, wobei sich das mit zunehmender Selbständigkeit der Kinder reduziert. Da Kinder Schnell- oder Langsamlerner sind, variieren diese Zeiten enorm.
Die Elterneinsätze sind sehr unterschiedlich. Es gibt wöchentlich wiederkehrende Einsätze wie z.B Unterrichtsassistenz, Mittagstischbetreuung, Schulhausreinigung. Daneben gibt es unzählige sporadische Einsätze wie zum Beispiel Transporte, Durchführung von Projektwochen, Organisation von Anlässen, Organisation von Geschenken, Reinigung in den Ferien. Oder längerfristige Engagements wie die Mitwirkung im Vorstand, die Buchhaltung, das Verfassen von Protokollen.
Im Durchschnitt setzt sich eine Familie ca. 1-3 Stunden pro Woche für die Schule ein. Wir messen das nicht nach, jeder setzt sich nach eigenen Kräften, Gaben und Ermessen ein und bereichert die Gemeinschaft.
Kann ich als Mutter trotzdem noch einer Arbeit nachgehen bei all dem erwarteten Aufwand für die Schule?
Viele unserer Tandem-Mütter arbeiten noch Teilzeit.
Es muss einem jedoch bewusst sein, dass der Mittwochmorgen schulfrei ist und dass wir keine Tagesstruktur anbieten. Ausserdem sind die Kinder je nach Alter zusätzlich zum Mittwoch noch an zwei weiteren Nachmittagen nicht in der Schule. Dazu übernehmen die Eltern die Verantwortung für gewissen Schulstoff, den die Kinder zuhause erlernen. Das heisst, sie übernehmen auch die Verantwortung, Zeitgefässe zu schaffen, in denen das Kind mit ihrer Hilfe lernt. Je nach Lerntyp eines Kindes sind andere Tageszeiten geeigneter dafür.
Die übrigen Elterneinsätze können oft flexibel in den eigenen Tagesablauf eingeplant werden.
Wenn die Eltern diese Verantwortungen wahrnehmen können, spricht nichts dagegen, dass beide Eltern zumindest Teilzeit berufstätig sind. Zu grosse Arbeitspensen beider Eltern empfehlen wir jedoch nicht.
Was ist, wenn wir das Schulgeld nicht aufbringen können und unser Kind trotzdem gerne in die Tandemschule schicken würden?
Leider besitzt die Tandemschule für solche Fälle noch keinen Unterstützungsfonds. Wir erhalten keinerlei staatliche Unterstützung für unsere Schule und müssen alles durch Schulgelder, Spenden und ehrenamtliches Engagement finanzieren. Trotzdem sind unsere Schulgelder im Vergleich zu anderen Privatschulen moderat. Wir ermutigen Familien mit finanziellen Engpässen, sich in ihrem privaten Umfeld auf Unterstützersuche zu machen und kreative Lösungen zu suchen.
Warum hat die Tandemschule keinen Kindergarten?
Dafür fehlten uns bisher die nötigen Ressourcen.
Wir würden uns selbstverständlich riesig freuen über eine Erweiterung unseres Angebots!